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Neuauflage eines aufregenden Romans von 1955

Heiligtum der Welt

Baulegende der Hagia Sophia in Byzanz als Gleichnis der gnostischen Sophia Achamoth


von Franz Spunda

Roman


Edition Pleroma

ISBN 978-3-939647-04-1

244 Seiten, Hardcover, € 28,00

auch als E-Book erhältlich

 

 Wenn man die mythischen Symbole der Sophiensage auf erlebte seelische Zustände zurückführt, wird man wahrnehmen, dass sie keine Fabeleien sind, denn sie drücken die Tragik der Weisheit in der irdischen Welt aus.

Franz Spunda

 

Die Trinität Kaiser Justinian I (482-565), seine Gemahlin Theodora und der Baumeister Anthemios von Tralles erfüllten sich einen Traum von überirdischer Schönheit, indem sie das gigantische Bauwerk der Hagia Sophia in Byzanz mit ihrem Herzblut und mit Unmengen von Gold, Edelsteinen und Marmor erschufen. Sophia Achamoth, die Heilige Weisheit, sollte als verherrlichte Geometrie mitten unter ihnen wohnen und als Weltwunder des Heiligen Geistes die Erde überstrahlen. Das Kreuz auf der Kuppel der Hagia Sophia sollte gleißen wie die Glorie des Allerhöchsten. An die mächtigen Mauern erging der Auftrag, so unvergänglich zu sein, wie die Gebete der Gnostiker. In diesem Roman erlebt der Leser die gnostische Begeisterung mit, die dieser Baulegende anhaftet, und er wird Zeuge, welche unfassbare Erhabenheit die Hagia Sophia in ihrer damaligen Gestalt auszudrücken vermochte. Jubelnd legt Anthemios das von ihm errichtete Weltwunder der gnostischen Sophia zu Füßen:

Ich sehe alles bildhaft vor mir. Von oben herab ergießt sich der unendliche Lichtstrom des Pleroma, strömt in die Kugelschalen der Sophia und wogt dann über in die Achamoth, von der er schließlich zum Boden absinkt. Aber von unten her, wo er in der Menschenseele erfasst wird, flutet er wieder zurück in den Lichtozean nach oben. Oder anders gesagt: Der Äther von oben verdichtet sich in der Richtung nach unten, und die Materie, die nach oben gerissen wird, verflüchtigt sich zu Äther. Ein ewiges Einatmen und Ausatmen des Pleroma, ein ewiges Wechsellied zwischen Gott und Welt. Dieser Wechselgesang aus Licht, Raum und Farbe soll im Dom der Heiligen Weisheit von uns gestaltet werden! Das übersteigt irdisches Maß!

 

Über den Autor:

Dr. Franz Spunda (1890-1963) gehört mit Gustav Meyrink, Karl Hans Strobl, Alfred Kubin und Leo Perutz zu der Gruppe österreichischer Schriftsteller, die seit dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ihre Leser bis zum heutigen Tage mit mystischen und fantastischen Romanen begeistern.

 

Wir danken Prof. Dr. Christoph Spunda für die Genehmigung,

dieses Werk seines Vaters neu aufzulegen.

 

Vorwort  

 

Was ist Sieg, was ist Untergang?

Es kommt darauf an, wie wir dies oder jenes ertragen.

Vor Gott zählt beides nicht,

sondern nur, wie wir uns dabei bewähren.  

Franz Spunda

 

Das Werk hat zwei Wurzeln: einerseits die immer wieder aufgenommene Beschäftigung des Autors mit entscheidenden Phasen der Entwicklung Europas, beginnend mit der kretischen Minoskultur über die faszinierende Darstellung des Schicksals der Westgoten, bis zu farbigen Renaissancegemälden etwa um Giordano Bruno oder Bonifaz VIII. Die zweite Wurzel seines Werkes liegt in der sein ganzes Schaffen umfassenden Nähe zu den historischen und geistigen Aspekten des Griechentums, einschließlich der Orthodoxie. Der Roman führt uns das Schicksal des byzantinischen Gegenstückes zum römischen Petersdom in zwei dramatischen Akten vor Augen, nämlich die Jahre der Erbauung der gnostischen Hagia Sophia (532-537) durch Justinian I und das Jahr der Erstürmung Konstantinopels durch Mehemet II (1453). Erstaunlich, fast unverständlich nach heutigen Maßstäben sind die architektonischen und organisatorischen Leistungen am Beginn, grauenhaft die Massaker und Zerstörungen nach dem Fall der Stadt, darunter aber auch singuläre Akte der Gnade und des Mitleids mit den Besiegten. Stephan Zweig hat Gleiches beschrieben. Nach Jahrhunderten als Moschee wurde die Kirche 1934 unter Atatürk in ein Museum umgewandelt. Die plastische, personen- und gesprächsreiche Darstellung lässt uns eintauchen in eine nur auf den ersten Blick ferne Welt. Zuneigung und Hass, Demut und Maßlosigkeit entfalten sich vor unseren Augen als Spiegelbilder des menschlichen Wesens. In anderen Gestalten und Kostümen, aber uns wirklich so fremd? Vielleicht möchte dieses Werk zur Besinnung über die Vergänglichkeit selbst von Feindschaften beitragen.

Christoph Spunda, Wien, Dezember 2007

 

 

 

Leseprobe:

 

Erstes Buch: Das Lichtwunder der Sophia

 

Der junge Anthemios

Als die ägyptische Triere »Bubastis« das offene Meer gewann und die letzten Strahlen der Abendsonne das goldene Doppelkreuz der Johanneskirche von Ephesos aufgleißen ließen, versammelten sich die Reisenden auf dem Heck zur Abendandacht, die ein junger Diakon leitete. Nur einer der Fahrgäste hielt sich abseits, ein junger, schmächtiger Mann, der mit wehmütigem Glutblick der entschwindenden Küste nachstarrte, die im Gegenschein des verglühenden Abendrots in violenblauer Umnachtung wie ein hinschwindendes Traumbild versank.

»Du bist kein Christ?« hörte er sich plötzlich angesprochen. Anthemios fuhr bei dieser gefährlichen Frage zusammen, die er sofort durch ein hastig geschlagenes Kreuz auf Brust und Stirn bannte.

Der andere, offenbar ein Ägypter, lächelte verstehend: »Du brauchst keine Angst zu haben. Bei uns in Ägypten kann jeder glauben, was er will, sofern er dadurch niemanden schädigt.« Es war ein Handelsmann aus Heliopolis, Minanch, der mit einer Ladung lydischer Wollwaren heimfuhr. Der junge Anthemios begrüßte die Gelegenheit, von dem gebildeten Mann Erkundigungen über das Land einzuziehen, dem er mit klopfendem Herzen entgegenfuhr. Um sein Vertrauen zu gewinnen, erzählte er kurz seine Lebensgeschichte. Er war der jüngste von fünf Brüdern aus dem Landstädtchen Tralles und reiste nach Alexandrien, um sich dort an der Architektenschule auszubilden. Ebenso wie die Baukunst fesselte ihn die Theologie. In Tralles war das religiöse Leben in einer kleinlichen Orthodoxie erstarrt; er hoffe, in Ägypten ein lebendigeres Christentum anzutreffen, das Verständnis für alle Fragen seiner ruhelos drängenden Seele hatte, ohne durch kirchliche Gebote gehindert zu sein. Die Sehnsucht danach sei durch einen koptischen Wandermönch, Paulus, in ihm wachgerufen worden, der auf seiner Fußreise nach Konstantinopolis im Elternhause das Feuer der Gotterkenntnis in seine Seele geworfen habe.

»Gib Acht, dass du dabei nicht den Verstand verlierst!« warnte Minanch. »Die Theologie ist ein Labyrinth, aus dem es keinen Ausgang gibt. Wer sich dahinein verirrt, der ist verloren. Da lobe ich mir das, was die Christen Heidentum nennen! Da ist alles klar und einfach. Die alten Götter beruhigen das Herz, der Christengott aber ist ein Abgrund, in den zu schauen gefährlich ist. Du kannst den Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Glauben in Ägypten aus eigener Erfahrung kennen lernen. In der Oase Augila wird noch immer Ammon Ra verehrt, auf der Insel Philae steht noch das Heiligtum der Mutter Isis mit dem Horosknaben im Arm, angebetet von Scharen gläubiger Pilger. Das Serapeion in Alexandrien ist zwar zu einer Kirche des heiligen Arkadios umgewandelt, aber der Orden der Serapionsbrüder pflegt das alte Wissen der Pharaonenzeit weiter.«

Dem jungen Griechen brannte eine andere Frage auf den Lippen, ob er etwas von der Geheimlehre der Gnosis wisse, von der ihm Paulus erzählt hatte, aber er trug Scheu, sein Herz vor dem Fremden zu öffnen, und ließ sich von ihm lieber über die wissenschaftlichen Anstalten Alexandriens unterrichten. So erfuhr er, dass die Akademie für Mathematik und Architektur in der ehemaligen Festung Brucheion untergebracht war und mit der Musikakademie im Serapeion in Verbindung stand, denn jeder Mathematiker musste zugleich Musiker sein.

Die »Bubastis« legte bei gutem Wind am dritten Tag in Rhodos an. Im Hafen erregte eine riesige Kugel in Gestalt einer Melone die Aufmerksamkeit des Anthemios, eine Halle über einer Therme, wie man ihm berichtete. Er besichtigte den Raum, dessen Kuppel wie schwerelos in der Luft schwebte. Sie war aus porösem Bimsstein, wie man ihm erklärte.

»Es braucht nur ein Orkan zu kommen und das Kartenhaus fällt zusammen«, bemerkte er zu dem Baumeister, der ihn führte.

»Dann bauen wir die Kuppel in doppelter Größe auf. Die Stadt ist reich«, entgegnete jener mit einem verdächtigen Zwinkern der Augen, als ob er es nicht erwarten könne, sein Werk zerstört zu sehen.

»Ihr seid merkwürdige Leute«, erwiderte Anthemios. »Wenn ich einmal baue, muss es für die Ewigkeit halten.«

»Ach, die Ewigkeit! Weißt du nicht, dass die Welt ohnehin demnächst untergehen wird? Lies in der Apokalypse nach! Die große Hure Babylon hat den Thron der Welt bestiegen. In Byzanz ist die Zirkusdirne Theodora Kaiserin geworden.«

Anthemios wollte entrüstet aufbrausen und die Geschmähte verteidigen, denn er wusste es besser. Seine Brüder Metrodoros und Olympios, die am kaiserlichen Hof lebten, sprachen in Briefen, die sie nach Tralles geschickt hatten, nur in Worten der Hochachtung und Bewunderung für die neue Basilissa. Einer der Mitreisenden missdeutete seine Verlegenheit und erklärte: »Wir leben in einer Zeit, wo die Hand Gottes sichtbar von oben eingreift. In der Thebais hat ein heiliger Anachoret einen Toten zum Leben wiedererweckt, im Kloster Pgol fand man ein Buch, das die geheimen Maße und Zahlen enthält, nach denen Gott die Welt gebaut hat, in Panopolis ist eine Mumie aus der Zeit des großen Ramses lebendig geworden, die von ihrer Reise im Jenseits berichtete und dann zu Staub zusammenfiel. Man hatte gerade noch Zeit genug, ihr die Nottaufe zu spenden.« Anthemios wusste nicht, wie er es aufnehmen sollte. War dieses Volk so abergläubisch, dass es jene Ammenmärchen für bare Münze nahm, oder war die Zeit wirklich voll der Wunder? Je mehr man ihm von Ägypten erzählte, desto brennender wuchs in ihm der Wunsch heran, sich selber von allem zu überzeugen.

Das Kreisen von Meervögeln zeigte nach einigen Tagen die Nähe des Landes an. In der Nacht blinkte ein rotes Auge über den dunstigen Horizont, der Pharus von Alexandrien. Das Schiff legte im Eunostoshafen an, und Anthemios machte sich auf, die Herberge zu suchen, die ihm Minanch empfohlen hatte.

Alexandrien hatte zwar nach dem Aussterben der Ptolemäer seine politische Vormachtstellung verloren, aber als Hort der Wissenschaft konnte die Stadt nicht entthront werden. Die unermesslichen Bücherschätze, seit Jahrhunderten in der Großen Bibliothek der Regia aufgestapelt, enthielten das gesamte Wissen der Welt, nicht nur alle griechischen und römischen Autoren samt ihren Kommentatoren und Exegeten, sondern auch fremdsprachige Werke, die von einem Heer von Grammatikern übersetzt wurden. In den angegliederten Akademien wurden alle Disziplinen gelehrt: Rhetorik, Grammatik, Mathematik, Musik, Architektur und Astronomie samt allen Nebenzweigen. Das akademische Viertel lag im Stadtteil Gamma. Die ganze Stadt war in fünf Sektoren eingeteilt, die nach den Buchstaben des griechischen Alphabets bezeichnet wurden. Durch den ungewohnten Lärm verwirrt, verlor Anthemios die angegebene Richtung und geriet in das Judenviertel beim Kanopischen Tor. Zurück über den Dromos, die vierte Seitengasse links, wo die empfohlene Herberge zum heiligen Hilarion lag.

Bevor Anthemios in die Akademie der Architekten aufgenommen wurde, musste er, weil er keine Bürgen seiner Rechtgläubigkeit stellen konnte, sich vom Diakonat des Kirchensprengels Gamma auf Herz und Nieren prüfen lassen, ob er kein verkappter Monophysit wäre. Denn die von Minanch gerühmte Glaubensfreiheit galt nur für Privatpersonen, für Besucher der staatlichen Akademien war durch ein kaiserliches Reskript, das auf Theodosios zurückging, Orthodoxie vorgeschrieben. Zum Glück war er in den heiklen Glaubensfragen über die Natur der göttlichen Personen gut beschlagen, weil ihm einmal sein Bruder Metrodoros die Haarspaltereien der Chalkedonischen Synode genau erklärt hatte. Dadurch entging er den ausgelegten Fußangeln, indem er im Brustton der Überzeugung darlegte, dass die monophysitische Glaubensformel über die beiden Naturen Christi »unvermischt und unverwandelt« falsch, hingegen die orthodoxe »ungeteilt und ungetrennt« richtig sein müsse, worauf in einer Diskussion bewiesen wurde, dass die beiden Naturen auch untrennbar seien.

Erst nach Bestehen dieser Prüfung verlangte man die Vorlage seiner bisherigen fachlichen Arbeiten. Seine Aufrisse und Pläne imaginärer Bauwerke, die er mitgebracht hatte, wurden nur flüchtig angesehen. Man verlangte von ihm Berechnungen über den Druck und Seitenschub von Kuppeln verschiedener Krümmung. Anthemios kannte nur die gebräuchlichen Hand- und Faustregeln, ohne sie mathematisch begründen zu können. Das war alles, was er in Tralles gelernt hatte. Die Kommission schüttelte bedenklich den Kopf, Anthemios befürchtete, abgewiesen zu werden. Doch zu seinem Glück waren für den ersten Jahrgang noch drei Plätze frei. In Gottesnamen, man wollte es mit dem Provinzler versuchen. Statt sogleich mit dem Studium zu beginnen, mussten die Schüler zuerst als einfache Maurer alle Kunstgriffe des Handwerks erlernen. Anthemios wurde dem Baumeister Phtaokas zugeteilt, einem hellenisierten Ägypter, der für einen reichen Reeder einen Palast im Hain der Nemesis erbaute. Als Vorbild schwebte dem Bauherrn die Chalke von Konstantinopolis vor. Es galt also eine Kuppel zu wölben, die sich nach rückwärts in eine Halbschale, Konche, auflöste.

Phtaokas trieb seine Arbeiter zu den schwersten Anstrengungen an. Erst am Feierabend besprach er mit ihnen die Geheimnisse seiner Kunst. Einmal sagte er: »Jedes Bauwerk ist etwas Lebendiges, das atmet. Seine Mutter ist der Traum, sein Vater die Zahl. Seine Nahrung ist das Licht.«

So lernte Anthemios nach und nach die ägyptische Philosophie der Architektur kennen. Unter den Mitschülern war auch ein Mönch vom Berg Sinai mit dem seltsamen Namen Bschai, der eifrigste von ihnen, aber auch der ärmste. Er hatte keine Herberge, er schlief in einer Ruine am Kanopischen Tor. Das notwendige Essen erbettelte er sich in den Garküchen bei dem Timonium. Anthemios fühlte sich zu dem Wortkargen hingezogen, der von seinem Abbas in die Stadt geschickt worden war, um dereinst als Baumeister das Sinaikloster durch einen Neubau zu erweitern. Es stellte sich heraus, dass er den koptischen Wandermönch Paulus kannte, den er für den Abgesandten einer geheimen Sekte hielt, die am Kaiserhof das höchste Ansehen genoss. Mehr wollte er nicht verraten. Die anderen Kameraden waren lustige Brüder, die sich in allen Schänken und Kneipen auskannten. Anthemios war kein Spielverderber und hielt bei tollen Streichen mit, ohne dadurch seine Studien zu vernachlässigen. So vergingen die Monate in Ernst und Scherz.

Als er eines Abends nach Hause kam, fand er auf seinem Tisch einen Zettel. »Morgen zur siebenten Stunde bei der Kapelle des heiligen Sabbas.« Lockte da ein Abenteuer oder war ihm eine Falle gestellt? Die angegebene Stelle lag am Mareotischen See am Judenfriedhof. Ein unheimlicher Ort.

Die Versuchung lockte, er ging hin. Der See lag wie ein Metallspiegel vor ihm, öde wie eine Hadeslandschaft. Er hatte für alle Fälle ein Kurzschwert mitgenommen und eine Alarmpfeife, um gegebenenfalls die Stadtwache vom Paneum herbeizurufen. Klopfenden Herzens näherte er sich der Kapelle und sah um sich. Niemand war da. Um sich Mut zu machen, ging er trällernd um das Sacellum und tat einige Schritte gegen das Wasser. Da raschelte es im Schilf, ein Kahn schob sich heran, in dem eine Gestalt stand, die den Staunenden heranwinkte. Anthemios zögerte. Da sprach der Mann im Boot: »Der Bettelmönch Paulus sendet dir seinen Gruß.«

»Ist er von seiner Reise nach Byzanz schon zurück?«

»Komm mit uns, wenn du Nachricht von ihm haben willst.«

Da legte Anthemios seine Furcht ab und trat zu dem Fremden in den Kahn. »Wohin wirst du mich führen?« fragte er.

»Hilf mir rudern, damit wir schneller hingelangen!«

Sie legten sich in die Riemen. Die Stadt wich zurück, über ihr wurde der Pharus sichtbar. Die Fahrt ging nach Süden. Zuweilen flog ein Wasserhuhn auf, das sie aufgescheucht hatten. Es ging gegen den Abend, Dunst legte sich über das Wasser.

Wohin ging die Fahrt?

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